Als Teenager sammelte ich Elefanten. Heute werde ich unruhig, wenn sich zu viel von irgendetwas in meiner Wohnung ansammelt. Seit Jahrzehnten gleich geblieben ist meine Freude am Tanzen.

Laut einer Studie verändern wir unsere Identität etwa alle 20 Jahre. Im besten Fall trennen wir dabei die Spreu vom Weizen, nehmen nur in die nächste Lebensphase mit, was wirklich zu uns gehört. Das Echte. Für mich bedeutete das vor allem, mich von überholten Vorstellungen zu trennen. Weniger „so muss es sein“. Nichts mitschleppen, nur weil ich irgendwann viel Geld oder Engagement hineingesteckt habe, egal ob es Dinge sind, oder Rollen in Beruf- und Privatleben. Dieses innerliche und äußerliche Entrümpeln hat Leerraum geschaffen, den ich nun mit all dem füllen kann, was heute für mich stimmig ist. 

Von meinen Elefäntchen habe ich übrigens fünf behalten. Weil sie mir besonders gefallen und als Wertschätzung an die Person, die ich mal war. Etwas Neues zu beginnen heißt nicht, das Bisherige zu verteufeln. Es hatte seine Berechtigung aus Gründen, die vielleicht nur du kennst. Würdige sie. Würdige dich. 

Wie sieht es bei dir aus? Gibt es in deinem Leben etwas, das nicht mehr zu dir passt? Und wie gehst du damit um?